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Beginn Inhaltsbereich
Chemikalien:
- Verordnung vom 18. Mai 2005 über den Schutz vor gefährlichen Stoffen und Zubereitungen (Chemikalienverordnung, ChemV), SR 813.11, Änderung vom 14. Januar 2009, in Kraft ab 1. Februar 2009 (AS 2009 401)
Das schweizerische Recht soll an das EG-Recht angeglichen werden, um technische Handelshemmnisse zu verhindern. Die Anforderungen betreffend die Anmeldung neuer chemischer Stoffe und den Inhalt der Sicherheitsdatenblätter wurden aktualisiert.
Energie:
- Energieverordnung vom 7. Dezember 1998 (EnV), SR 730.01, Änderung vom 14. März 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 1223)
Ab dem 1. Januar 2009 dürfen mit gewissen Ausnahmen nur noch Lampen verkauft werden, die mindestens der Energieeffizienzklasse E entsprechen. Lampen der schlechtesten Energieklassen F und G verschwinden damit vom Markt.
- Stromversorgungsverordnung vom 14. März 2008 (StromVV), SR 734.71, Änderung vom 12. Dezember 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 6467)
Mit der Revision der Stromversorgungsverordnung soll die Strompreiserhöhung gedämpft werden. Die Neuerungen bewirken Einsparungen von rund 0,9 Rappen pro Kilowattstunde (Rp./ kWh), was einer Reduktion der durchschnittlichen Strompreiserhöhung (2 Rp./ kWh) von rund 40 % entspricht.
Finanzmarktaufsicht:
- Bundesgesetz vom 22. Juni 2007 über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finanzmarktaufsichtsgesetz, FINMAG), SR 956.1, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 5207)
Ziel dieses Gesetzes ist es, in der Schweiz die staatliche Aufsicht über Banken, Versicherungsunternehmen und weitere Finanzintermediäre in einer Behörde zusammenzufassen. Mit dem FINMAG werden die drei Behörden Eidgenössische Bankenkommission EBK, Bundesamt für Privatversicherungen BPV und Kontrollstelle für die Bekämpfung der Geldwäscherei Kst GwG in der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA zusammengeführt.
- Verordnung vom 15. Oktober 2008 über die Erhebung von Gebühren und Abgaben durch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA-Gebühren- und Abgabenverordnung, FINMA-GebV), SR 956.122, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 5343)
Diese Verordnung überwälzt die Kosten der Aufsicht möglichst verursachergerecht und ohne Quersubventionierungen auf die einzelnen Aufsichtsbereiche.
- Finanzmarktprüfverordnung vom 15. Oktober 2008 (FINMA-PV), SR 956.161, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 5363)
Diese Verordnung fasst die Bestimmungen zum Prüfungswesen im Finanzmarktbereich in einer Verordnung zusammen.
Geistiges Eigentum:
- Bundesgesetz vom 25. Juni 1954 über die Erfindungspatente (Patentgesetz, PatG), SR 232.14, Änderung vom 19. Dezember 2008, in Kraft ab 1. Juli 2009 (AS 2009 2615)
Änderung des Patentgesetzes zur Frage der Erschöpfung: Patentgeschützte Produkte, die mit Zustimmung des Patentinhabers im europäischen Wirtschaftsraum in Verkehr gesetzt wurden, können nach dem Inkrafttreten der Gesetzesänderung ohne Zustimmung des Patentinhabers in die Schweiz importiert werden. Weiter ist der Import von Produkten möglich, die vom Patentinhaber auch ausserhalb des europäischen Wirtschaftsraums vermarktet werden, wenn der Patentschutz für die funktionelle Beschaffenheit der Produkte nur untergeordnete Bedeutung hat. Für Produkte, deren Preise im In- oder Ausland staatlich festgelegt sind - namentlich Arzneimittel -, ist weiterhin die Zustimmung des Patentinhabers zum Import erforderlich.
Landwirtschaft:
- Verordnung vom 22. September 1997 über die biologische Landwirtschaft und die Kennzeichnung biologisch produzierter Erzeugnisse und Lebensmittel (Bio-Verordnung), SR 910.18, Änderung vom 12. November 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 5823)
Anpassungen der Kennzeichnungsvorschriften für verarbeitete Lebensmittel und der Kontrollpflicht für Exportunternehmen an die neue EG-Verordnung 834/2007.
- Verordnung vom 8. November 2006 über die Kennzeichnungen «Berg» und «Alp» für landwirtschaftliche Erzeugnisse und verarbeitete landwirtschaftliche Erzeugnisse (Berg- und Alp-Verordnung, BAlV), SR 910.19, Änderung vom 12. November 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 5835)
Präzisierung, dass die Verarbeitung von Rohmilch zu genussfertiger Milch sowie die Reifung des Käses ausserhalb des Berg- resp. Sömmerungsgebietes erfolgen dürfen. Bei einzelnen Komponenten tierischen Ursprungs, welche technologisch notwendig, aber nicht aus dem geforderten Gebiet erhältlich sind, wird die mengenmässig beschränkte Verwendung von normalen (nicht aus dem Berg- oder Sömmerungsgebiet stammenden) Zutaten ermöglicht.
- Verordnung vom 14. November 2007 über den Rebbau und die Einfuhr von Wein (Weinverordnung), SR 916.140, Änderung vom 12. November 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 5843)
Ab 1. Januar 2009 wird die Durchführung der Kontrolle des Handels mit Wein einem privatrechtlichen Unternehmen, in diesem Fall der Stiftung «Schweizer Weinhandelskontrolle» übergeben. Einführung von neuen traditionellen Bezeichnungen: Der Anhang 3 wird mit den Bezeichnungen „Païen" und „Heida", „Johannisberg du Valais", „Hermitage du Valais" und „Ermitage du Valais" sowie „Malvoisie du Valais" erweitert.
Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände:
Revision des Lebensmittelrechts gemäss des Entscheids des Bundesrates vom 27. November 2008:
Das schweizerische Lebensmittelrecht soll in einzelnen Bereichen an das EG-Recht angeglichen werden. Damit sollen die technischen Handelshemmnisse zwischen der Schweiz und der EU abgebaut werden. Einige Verordnungen wurden im Rahmen der Weiterentwicklung des EU-Rechts überarbeitet. Die folgenden Verordnungen wurden angepasst:
- Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung vom 23. November 2005 (LGV), SR 817.02, Änderung vom 26. November 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 6025)
- Verordnung des EDI vom 26. Juni 1995 über Fremd- und Inhaltsstoffe in Lebensmitteln (Fremd- und Inhaltsstoffverordnung, FIV), SR 817.021.23, Änderung vom 26. November 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 6027)
- Verordnung des EDI vom 23. November 2005 über alkoholische Getränke, SR 817.022.110, Änderung vom 26. November 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 6041)
- Verordnung des EDI vom 23. November 2005 über alkoholfreie Getränke (insbesondere Tee, Kräutertee, Kaffee, Säfte, Sirupe, Limonaden), SR 817.022.111, Änderung vom 26. November 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 6043)
- Verordnung des EDI vom 23. November 2005 über Bedarfsgegenstände, SR 817.023.21, Änderung vom 26. November 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 6047)
- Hygieneverordnung des EDI vom 23. November 2005 (HyV), SR 817.024.1, Änderung vom 26. November 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 6125)
Revision der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung gemäss Bundesratsentscheid vom 18. Mai 2009: Der Bundesrat hat Änderungen der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung LGV verabschiedet. Gleichzeitig revidieren das Departement des Innern EDI und das Bundesamt für Gesundheit BAG zahlreiche Verordnungen des Lebensmittelrechts. Die Anpassungen stehen im Zeichen der Angleichung an das EG Recht im Lebensmittelbereich und erfolgen im Hinblick auf die Erleichterung des freien Warenverkehrs mit der EU.
- Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung vom 23. November 2005 (LGV), SR 817.02, Änderung vom 8. April 2009, in Kraft ab 1. Mai 2009 (AS 2009 1611)
- Verordnung des EDI über Fremd- und Inhaltsstoffe in Lebensmitteln (Fremd- und Inhaltsstoffverordnung, FIV), SR 817.021.23, Änderung vom 27. April 2009, in Kraft ab 25. Mai 2009 (AS 2009 1855)
- Verordnung des EDI über Zuckerarten, süsse Lebensmittel und Kakaoerzeugnisse, SR 817.022.101, Änderung vom 11. Mai 2009, in Kraft ab 25. Mai 2009 (AS 2009 1977)
- Verordnung des EDI über Suppen, Gewürze und Essig, SR 817.022.103, Änderung vom 11. Mai 2009, in Kraft ab 25. Mai 2009 (AS 2009 1995)
- Verordnung des EDI über Speziallebensmittel, SR 817.022.104, Änderung vom 11. Mai 2009, in Kraft ab 25. Mai 2009 (AS 2009 1997)
- Verordnung des EDI über Obst, Gemüse, Konfitüre und konfitüreähnliche Produkte, SR 817.022.107, Änderung vom 11. Mai 2009, in Kraft ab 25. Mai 2009 (AS 2009 2017)
- Verordnung des EDI über Lebensmittel tierischer Herkunft, SR 817.022.108, Änderung vom 11. Mai 2009, in Kraft ab 25. Mai 2009 (AS 2009 2019)
- Verordnung des EDI über alkoholische Getränke, SR 817.022.110, Änderung vom 11. Mai 2009, in Kraft ab 25. Mai 2009 (AS 2009 2021)
- Verordnung des EDI über alkoholfreie Getränke (insbesondere Tee, Kräutertee, Kaffee, Säfte, Sirupe, Limonaden), SR 817.022.111, Änderung vom 11. Mai 2009, in Kraft ab 25. Mai 2009 (AS 2009 2023)
- Verordnung des EDI über die Kennzeichnung und Anpreisung von Lebensmitteln (LKV), SR 817.022.21, Änderung vom 11. Mai 2009, in Kraft ab 25. Mai 2009 (AS 2009 2025)
- Verordnung des EDI über die in Lebensmitteln zulässigen Zusatzstoffe (Zusatzstoffverordnung, ZuV), SR 817.022.31, Änderung vom 11. Mai 2009, in Kraft ab 25. Mai 2009 (AS 2009 2047)
- Verordnung des EDI über den Zusatz essenzieller oder physiologisch nützlicher Stoffe zu Lebensmitteln, SR 817.022.32, Änderung vom 27. April 2009, in Kraft ab 25. Mai 2009 (AS 2009 2305)
- Verordnung des EDI über kosmetische Mittel (VKos), SR 817.023.31, Änderung vom 27. April 2009, in Kraft ab 25. Mai 2009 (AS 2009 2309)
- Verordnung des EDI über Gegenstände für den Schleimhaut-, Haut- und Haarkontakt sowie über Kerzen, Streichhölzer, Feuerzeuge und Scherzartikel (Verordnung über Gegenstände für den Humankontakt), SR 817.023.41, Änderung vom 11. Mai 2009, in Kraft ab 25. Mai 2009 (AS 2009 2391)
- Hygieneverordnung des EDI (HyV), SR 817.024.1, Änderung vom 11. Mai 2009, in Kraft ab 25. Mai 2009 (AS 2009 2393)
- Verordnung des EDI über die hygienische Milchverarbeitung in Sömmerungsbetrieben, SR 817.024.2, Änderung vom 11. Mai 2009, in Kraft ab 25. Mai 2009 (AS 2009 2395)
Luftfahrt:
- Verordnung vom 14. November 1973 über die Luftfahrt (Luftfahrtverordnung, LFV), SR 748.01, Änderung vom 5. Dezember 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 6005)
Flugzeug- und Helikopterbetreiberunternehmen, die kommerzielle Flüge durchführen und Flugzeug- und Helikopterwartungsfirmen, die ihren Sitz in der Schweiz haben, müssen ein Sicherheitsverwaltungssystem einführen und unterhalten.
- Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über den Luftverkehr (mit Anhang und Schlussakte), SR 0.748.127.192.68, Änderung vom 7. Juli 2009, in Kraft ab 1. November 2009 (AS 2009 4607)
Die Rechte von behinderten Flugpassagieren in der Schweiz werden gestärkt. Künftig stehen ihnen die gleichen Zugangs- und Reisebedingungen zu wie allen anderen Fluggästen. Eine entsprechende Verordnung der Europäischen Union (EU) tritt am 1. November in der Schweiz in Kraft.
Opferhilfe:
- Bundesgesetz vom 23. März 2008 über die Hilfe an Opfer von Straftaten (Opferhilfegesetz, OHG), SR 312.5, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 1607)
- Verordnung vom 27. Februar 2008 über die Hilfe an Opfer von Straftaten (Opferhilfeverordnung, OHV), SR 312.51, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 1627)
Opfer von Straftaten können in Zukunft innert fünf Jahren ein Gesuch um Entschädigung und Genugtuung einreichen. Die Höhe der Genugtuung wird neu begrenzt. Und wer im Ausland Opfer einer Straftat wurde, hat künftig keinen Anspruch mehr auf Entschädigung und Genugtuung.
Privatversicherungen:
- Bundesgesetz vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag (Versicherungsvertragsgesetz, VVG), SR 221.229.1, Änderung vom 19. Dezember 2008, in Kraft ab 1. Juli 2009 (AS 2009 2799)
Gemäss dem geltenden Artikel 54 VVG endet der Versicherungsvertrag, wenn ein Gegenstand des Vertrages den Eigentümer wechselt, zum Zeitpunkt der Handänderung. Diese Regelung führt zu Lücken im Versicherungsschutz, wenn der neue Eigentümer nicht rechtzeitig eine Versicherung für den erworbenen Gegenstand abschliesst. Die eidgenössischen Räte haben daher am 19. Dezember 2008 eine Änderung von Art. 54 VVG verabschiedet, um diesen Mangel zu beheben. Rechte und Pflichten aus dem Versicherungsvertrag gehen somit bei einer Handänderung auf den neuen Eigentümer über.
Produktesicherheit:
- Verordnung vom 2. April 2008 über die Sicherheit von Maschinen (Maschinenverordnung, MaschG), SR 819.14, in Kraft ab 29. Dezember 2009 (AS 2008 1785)
Anlässlich der Anpassung an die neue europäische Maschinenrichtlinie 2006/42/EG wurde zur Vereinfachung der Bereich der Maschinensicherheit aus der STEV (Verordnung vom 12. Juni 1995 über die Sicherheit von technischen Einrichtungen und Geräten, SR 819.11) herausgelöst und in einer eigenständigen Maschinenverordnung neu geregelt. Materiell bringt das neue Recht insbesondere für die Hersteller eine Erweiterung der Möglichkeiten für die Konformitätsbewertung von Maschinen, eine Vereinfachung der Abgrenzung zwischen Aufzügen und Maschinen sowie Elektrogeräten und Maschinen.
Schifffahrt:
- Verordnung vom 08. November 2008 über die Schifffahrt auf schweizerischen Gewässern (Binnenschifffahrtsverordnung, BSV), SR 747.201.1, Änderung vom 18. Juni 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 3221)
Jet-Skis (Wassermotorräder) sind in der Schweiz weiterhin nicht zugelassen. Ebenso werden die Umweltstandards auf den Schweizer Gewässern nicht gesenkt.
Seilbahnen:
- Verordnung vom 21. Dezember 2006 über Seilbahnen zur Personenbeförderung (Seilbahnverordnung, SebV), SR 743.011, Änderung vom 26. November 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 6001)
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) ist berechtigt, Nachweise und Gutachten von Seilbahnbetreibern auch unabhängig von Betriebskontrollen zu verlangen.
Sozialversicherungen:
Alters- und Hinterlassenenversicherung:
Hörgeräte:
Es tritt ein neues Hörgeräteversorgungssystem in Kraft. Dieses bringt echten Wettbewerb in die Hörgeräteversorgung und ermöglicht wesentliche Einsparungen für die Sozialversicherungen AHV und IV sowie für die Hörbehinderten. Die folgenden Verordnungen wurden angepasst:
- Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV), SR 831.101, Änderung vom 26. September 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 4711)
- Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV), SR 831.201, Änderung vom 26. September 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 4721)
Anpassungen an die Lohn- und Preisentwicklung:
- Verordnung 09 vom 26. September 2008 über Anpassungen an die Lohn- und Preisentwicklung bei der AHV/IV/EO, SR 831.108, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 4715)
Berufliche Vorsorge:
- Verordnung vom 16. September 1987 über die Anpassung der laufenden Hinterlassenen- und Invalidenrenten an die Preisentwicklung, SR 831.426.3
- Verordnung vom 18. April 1984 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2), SR 831.441.1, Änderung vom 19. September 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 4651)
Die Anlagevorschriften für Pensionskassen, Freizügigkeitseinrichtungen und Säule 3a-Stiftungen werden angepasst. Die vom Bundesrat beschlossene Revision bezweckt einerseits eine stärkere Betonung des Vorsichtsprinzips und ein entsprechendes eigenverantwortliches Handeln, indem die Tätigkeiten, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten bei der Vermögensbewirtschaftung der Einrichtungen transparent, nachvollziehbar und kontrollierbar festgehalten werden müssen. Andererseits wird das bestehende System der Anlagelimiten vereinfacht und der Anlagekatalog durch die Möglichkeit erweitert, in gut diversifizierte alternative Anlagen zu investieren.
- Verordnung vom 18. April 1984 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2), SR 831.441.1, Änderung vom 22. Oktober 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 5189)
Der Bundesrat hat beschlossen, auf 1.1.09 den Mindestzinssatz in der beruflichen Vorsorge von aktuell 2.75% auf 2% zu senken.
Krankenversicherung:
- Verordnung vom 27. Juni 1995 über die Krankenversicherung (KVV), SR 832.102, Änderung vom 22. Oktober 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 5097)
- Verordnung vom 3. Juli 2002 über die Kostenermittlung und die Leistungserfassung durch Spitäler und Pflegeheime in der Krankenversicherung (VKL), RS 832.104, Änderung vom 22. Oktober 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 5105)
Die Verordnungsänderungen zur Umsetzung der Spitalfinanzierung beinhalten Anpassungen über die Erhebung und Veröffentlichung der Daten, und die Genehmigung von einheitlichen Tarifstrukturen. Zudem kommt der Bundesrat seiner gesetzlichen Verpflichtung nach und erlässt Kriterien für die Spitalplanung. Verordnungsänderungen sind auch notwendig, weil der Aufenthalt im Geburtshaus von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung künftig vergütet wird.
- Verordnung vom 14. Februar 2007 über die Versichertenkarte für die obligatorische Krankenpflegeversicherung (VVK), SR 832.105, Äderung vom 26. November 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 6145)
Die Frist zur Einführung der Versichertenkarte wird vom 1. Januar 2009 auf den 1. Januar 2010 verlängert.
- Verordnung des EDI vom 29. September 1995 über Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (Krankenpflege-Leistungsverordnung, KLV), SR 832.112.31, Änderung vom 28. Januar 2009, in Kraft ab 1. Juli 2009 (AS 2009 1669)
Das Eidg. Departement des Innern (EDI) hat die Änderung der Analysenliste beschlossen und dem Bundesrat vorgestellt. Das neue Tarifgefüge tritt auf den 1. Juli 2009 in Kraft. Bis am 31. Dezember 2011 gilt jedoch eine Übergangsregelung, welche einen zusätzlichen Taxpunkt pro Analyse beinhaltet. Auf 1. März hat der Bundesrat zudem die von den Tarifpartnern beantragten Anpassungen beim TARMED genehmigt, welche den Grundversorgern bessere Abgeltungen ermöglichen.
In der vergangenen Sommersession verabschiedete das Parlament das Bundesgesetz über die Neuordnung der Pflegefinanzierung, welches die Krankenversicherung, die Alters- und Hinterlassenenversicherung sowie die Ergänzungsleistungen betrifft.
Die Ausführungsverordnungen des Bundes betreffen in erster Linie die Krankenversicherung. In der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) und in der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) werden die Modalitäten der Finanzierung der Pflegeleistungen geregelt, die ambulant oder in einem Pflegeheim erbracht werden. Die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) leistet künftig einen fixen, nach Zeitaufwand abgestuften Beitrag an die ärztlich verordneten Pflegeleistungen. In der KVV wird die Kompetenz zur Festsetzung dieser Beiträge an das EDI delegiert. In der Verordnung des EDI, der KLV werden die Beiträge festgesetzt. Ebenso werden in dieser Verordnung die Leistungen der Akut- und Übergangspflege geregelt, die im Anschluss an einen Spitalaufenthalt während max. 14 Tagen übernommen werden. Die Pflegefinanzierung betrifft auch die Gesetzgebung zur AHV. Aus diesem Grund wird auch eine Anpassung der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV) bezüglich der Heimdefinition vorgenommen.
- Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV), SR 831.101, Änderung vom 5. Dezember 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 6483)
- Verordnung vom 27. Juni 1995 über die Krankenversicherung (KVV), SR 832.102, Änderung vom 22. Oktober 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 5097)
- Verordnung des EDI vom 29. September 1995 über Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (Krankenpflege-Leistungsverordnung, KLV), SR 832.112.31, Änderung vom 10. Dezember 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 6493)
Der Bundesrat und das Eidg. Departement des Innern (EDI) haben verschiedene Sofortmassnahmen beschlossen, um die Kosten der Medikamente zu senken. Dadurch sollten ab nächstem Jahr Einsparungen zugunsten der Krankenversicherung von über 400 Millionen Franken erzielt werden. Zudem wird der Maximalrabatt bei Wahlfranchisen gesenkt.
- Verordnung vom 27. Juni 1995 über die Krankenversicherung (KVV), SR 832.102, Änderung vom 1. Juli 2009, in Kraft ab 1. Oktober 2009, Art. 95 Abs. 2bis in Kraft ab 1. Januar 2010 (AS 2009 4245)
- Verordnung des EDI vom 29. September 1995 über Leistungen in der obligatorischen Krankenversicherung (Krankenpflege-Leistungsverordnung, KLV), SR 832.112.31, Änderung vom 1. Juli 2009, in Kraft ab 1. Oktober 2009 (AS 2009 4251)
Tiere:
- Tierseuchenverordnung vom 27. Juni 1005 (TSV), SR 916.401, Änderung vom 14. Januar 2009, in Kraft ab 1. März 2009 (AS 2009 581)
Die Bienenkrankheit Sauerbrut soll intensiver bekämpft werden. Angesichts der massiv gestiegenen Fallzahlen in den letzten Jahren hat der Bundesrat am 14.01.2009 beschlossen, die Tierseuchenverordnung diesbezüglich zu verschärfen. Bei anderen Tierseuchen können die Massnahmen hingegen gelockert werden.
- Verordnung vom 18. April 2007 über die Ein-, Durch- und Ausfuhr von Tieren und Tierprodukten (EDAV), SR 916.443.10, Änderung vom 22. Oktober 2008, in Kraft ab 01. Januar 2009 (AS 2008 5197)
- Verordnung des EVD vom 16. Mai 2007 über die Kontrolle der Ein- und Durchfuhr von Tieren und Tierprodukten (EDAV-Kontrollverordnung), SR 916.443.106, Änderung vom 31. Oktober 2008, in Kraft ab 01. Januar 2009 (AS 2008 5273)
Aufhebung eines grossen Teils der veterinärrechtlichen Grenzkontrollen.
Umwelt:
- Luftreinhalte-Verordnung vom 16. Dezember 1985 (LRV), SR 814.318.142.1, Änderung vom 19. September 2008, in Kraft ab 1. Januar 2009 (AS 2008 4639)
Die beschlossene Änderung der LRV sieht im Unterschied zur Baurichtlinie Luft kein Partikelfilterobligatorium vor. Sie setzt stattdessen einen strengen Grenzwert für die Partikelanzahl fest, die neue Maschinen und Geräte mit einer Leistung ab 18kW emittieren dürfen.
- Verordnung des UVEK vom 3. April 2009 über den Nachweis der positiven ökologischen Gesamtbilanz von Treibstoffen aus erneuerbaren Rohstoffen (Treibstoffökobilanz-Verordnung, TrÖbiV), SR 641.611.21, in Kraft ab 15. April 2009 (AS 2009 1509)
Die Verordnung über die Treibstoffökobilanz von biogenen Treibstoffen konkretisiert die Anforderungen an den Nachweis der positiven ökologischen Gesamtbilanz für Steuererleichterungen von biogenen Treibstoffen. Zudem regelt sie das Prüfverfahren des Bundesamts für Umwelt BAFU.
- Verordnung vom 23. Dezember 1999 über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV), SR 814.710, Änderung vom 1. Juli 2009, in Kraft ab 1. September 2009 (AS 2009 3565)
Das Bundesgericht hatte 2007 erörtert, ob benachbarte Mobilfunkantennen separat oder als Einheit zu beurteilen sind. Entsprechend wird die Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) angepasst.
Verkehr
Durch die Verbrennung des Treibstoffs in Dieselmotoren entsteht Feinstaub. Dieser ist für die Gesundheit der Menschen äusserst gefährlich: er kann Krebs verursachen. Feinstaubemission müssen deshalb auf ein absolutes Mindestmass reduziert werden. Die Einführung der Euro-5-Norm in der Schweiz und in der Europäischen Union ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.
- Verordnung vom 19. Juni 1995 über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (VTS), SR 741.41, Änderung vom 2009, in Kraft ab 1. September 2009 (AS 2009 5707)
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